Zwilling, Beiname des Schleppflugzeugs HeinkelHe 111 Z. Die Konstruktion der Z. wurde auf Anregung Udets Anfang 1941 speziell zum Schleppen des schweren Lastenseglers Me 321 Gigant entwickelt, da sich der Troika-Schlepp mit drei Me 110 als zu riskant erwies. Zwei He 111 wurden unter Fortfall je eines Außenflügels durch ein Mittelstück verbunden und mit einem zusätzl. fünften Motor bestückt. Insges. 12 Maschinen mit einer Spannweite von 35.20 m, 28.4 t Startgewicht und 6,700 PS Startleistung wurden gebaut. Elf Schleppzüge wurden 1943 zur Versorgung des Kuban-Brückenkopfs eingesetzt, auf dem Rückflug nahmen die Gigant-Segler bis zu 100 Verwundete mit. Nach der alliierten Landung auf Sizilien transportierten Z.-Schleppzüge von S-Frkr. Fallschirmjäger nach Italien. Dabei wurden Gotha 242-Lastensegler im Tandemschlepp benutzt. Acht Z. gingen bis Herbst 1944 durch Abschuß oder Tiefangriffe verloren. Die zunächst nur als Notlösung gedachte Maschine bewährte sich so hervorragend, daß Pläne für eine Langstreckenbomber- und Fernaufklärerversion ausgearbeitet wurden. Techn. Daten: 5x1,340 PS, max. 435 km/h in 8,000 m Höhe, Schlepptempo 219 km/h mit einer Me 321; 2x13-mm- und 4x7.9-mm- MG, 7 Mann Besatzung.
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