Zitadelle, Deckname für die dt. Offensivoperation gegen den weit nach W vorspringenden Frontbogen vor Kursk. Für das am 5.7.1943 ausgelöste Unternehmen 'Z.' traten an: im S bei Belgorod die Armee-Abt. Kempf und die 4. Pz.armee (Hoth) mit 7 Inf.- und 11 Pz.div. sowie 3 Sturmbrigaden, im N bei Orel die 9. Armee (Model) mit 7 Inf.-, 6 Panzer- und 2 Pz.grenadierdiv. Insges. setzte die Wehrmacht 2,000 Pz., darunter erstmals 90 schwere, selbst dem T 34 überlegenen Tiger I sowie Panther, und 1,800 Flugzeuge der Luftflotten 4 (Deßloch) und 6 (Ritter v. Greim) ein. Der Plan 'Z.' war der Führung der Roten Armee längst durch den langwierigen Aufmarsch und beste Unterrichtung durch Partisanen in allen Details bekannt, so daß entspr. Kräfte an den Einbruchstellen konzentriert wurden. Den nördl. dt. Vorstoß sollte die Zentralfront (Rokossowski) auffangen, die dafür über 37 Schützendiv., 6 Panzerkorps und 3 mot. Brigaden verfügte; im S verteidigte die Woronesch-Front (Watutin) mit 30 Schützendiv., 8 Panzerkorps und 13 mot. Brigaden. Gegen diese geballte Streitmacht hinter tiefgestaffelten Abwehrstellungen kam der mehrfach verschobene und durch sowjet. Bombardements gestörte Angriff nur schleppend und unter unvertretbar hohen Verlusten voran. Am 10.7. erlosch die Offensivkraft des nördl. Angriffskeils, der nur 15 km vorgedrungen war, im S blieb der dt. Vorstoß nach 35 km liegen, nachdem die Sowjets 2 Armeen und 1 Garde-Panzerkorps von der Steppenfront (Konjew) zur Verstärkung herangeführt hatten. Vollends gescheitert war das Unternehmen 'Z.' spätestens am 12.7., als nördl. Orel eine sowjet. Gegenoffensive der West- (Sokolowski) und der Brjansker Front (Popow) gegen die dt. 2. Pz.armee (Schmidt) losbrach, so daß Hitler sich am nächsten Tag zur Einstellung des Angriffs gezwungen sah, zumal die krisenhafte Entwicklung auf Sizilien bei unsicher werdendem Bundesgenossen die Abgabe von Kräften erforderte. Die Initiative im O war mit mit dieser größten Pz.schlacht des Krieges, an der 6,000 Kampfwagen und fast 2 Mio. Mann beteiligt waren, endgültig an die Rote Armee übergegangen, auch wenn ihre Verluste durch die Operation 'Z.' höher lagen als bei der Wehrmacht: Die Sowjets zählten 17,000 gefallene und 34,000 gefangene Rotarmisten, auf dt. Seite waren 3,300 Mann gefallen und 17,420 in Gefangenschaft geraten, die unersetzl. Materialverluste nicht gerechnet.
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