Wacht am Rhein, Codebezeichnung für eine Angriffsoperation der Wehrmacht im W im Spätherbst 1944. Erstmals am 16.9.1944 von Hitler angesprochen, sollte eine solche Offensive die Lage nutzen: Nach stürm. Vormarsch im Sommer mußte die Rote Armee zunächst pausieren, die brit. Niederlage nach der Luftlandung bei Arnheim und die Verluste der Amerikaner beim Kampf um Aachen ließen einen angeschlagenen Gegner vermuten, der zudem mit einem dt. Gegenschlag am allerwenigsten rechnete. Am 12.10.1944 legte der Wehrmachtführungsstab einen ersten Operationsentwurf (zunächst noch unter dem Decknamen 'Christrose') für 'W.' vor: Wie beim 'Sichelschnitt' 1940 sollten starke gepanzerte Verbände durch die Ardennen zur Maas vorstoßen und am 7. Tage Antwerpen nehmen. Damit wären 30 alliierte Div. in N-Belgien und S-Holland abgeschnitten und könnten wie einst bei Dünkirchen vernichtet oder wenigstens vertrieben werden. 'W.' unterlag höchster Geheimhaltung, erst am 24.10. wurden die Generalstabschefs des OB West Rundstedt und der Heeresgruppe B (Model) unterrichtet, am 3.11. wurden die Armeebefehlshaber instruiert. Sie mußten unter Androhung der Todesstrafe schriftl. Stillschweigen geloben. Die zunächst für den 27.11. vorgesehene Auslösung von 'W.' mußte wegen zahlr. Transportprobleme der von allen Fronten dafür abgezogenen Verbände verschoben werden. Am 11.12./12.12. versammelte Hitler im Führerhauptquartier 'Adlerhorst' die Korpskommandeure und Divisionschefs, gab die letzten Befehle aus und beschwor den 'Blitzsieg' von 1940. Mit der Auslösung von 'W.' am 16.12.1944 begann dann die Ardennenoffensive, die letzte größere Angriffsoperation der Wehrmacht.
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