Tschernjachowski, Iwan Danilowitsch, *Uman 26.6.1906, +Mehlsack (Ostpreußen) 18.2.1945, sowjet. Armeegeneral; 1924 Eintritt in die Rote Armee, Besuch der Artillerieschule in Kiew bis 1928, Ingenieur-Studium, 1940 Oberstleutnant. Bei Beginn des dt. Angriffs war T. als Oberst im N-Abschnitt Kommandeur der 28. Pz.div., die nach Verlust fast aller Kampfwagen in 241. Inf.div. umbenannt wurde. Am 5.5.1942 zum Gen.major befördert, übernahm T. im Juli 1942 das XVIII. Panzerkorps bei Woronesch und wurde am 25.7.1942 OB der 60. Armee, mit der er sich zunächst zurückziehen mußte, aber im Verlauf der Schlacht um StalingradWoronesch am 25.1.1943 wieder nehmen konnte. Er setzte den Vormarsch auf Kursk fort, eroberte die Stadt am 8.2.1943 zurück und wurde am 14.2.1943 zum Gen.leutnant befördert. T. beteiligte sich mit seinem Verband erfolgreich an der Gegenoffensive gegen das dt. Unternehmen 'Zitadelle' und erreichte Ende Sept. 1943 den Dnjepr. Im Febr. 1944 folgte die Ernennung zum Gen.oberst, und am 12.4.1944 wurde T. OB der 3. Weißruss. Front, die am 22.6.1944, auf den Tag drei jahre nach dem dt. Überfall, an der sowjet. Großoffensive gegen die dt. Heeresgruppen Nord (Lindemann) und Mitte (Busch) teilnahm und u.a. am 13.7. Wilna eroberte. Ende Aug. 1944 stand T. an der ostpreuß. Grenze, von wo er im Jan./Febr. 1945 mit 5 Armeen auf Königsberg vorging. Er wurde in der Nähe des Schloßbergs vor Elbing tödl. verwundet.
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