Swordfish, brit. Torpedobomber und Seeaufklärer der Firma Fairey. Die S. war einer der wenigen Doppeldecker, die bis Kriegsende im Fronteinsatz blieben; der Prototyp flog erstmals am 17.4.1934. Im Sept. 1939 waren 13 Staffeln der Marineluftwaffe mit diesem Trägerflugzeug ausgerüstet, das mit Schwimmern auch als Katapultmaschine bei den schweren Überwassereinheiten der Royal Navy anzutreffen war. 12 weitere S.-Staffeln kamen hinzu, ehe die Produktion im Aug. 1944 mit der 2,391. Maschine eingestellt wurde. Das altertüml. Erscheinungsbild des stoff- und drahtbespannten Zwei- oder Dreisitzers mit dem Spitznamen 'Stringbag' (Einkaufsnetz) stand im Gegensatz zu den überragenden Erfolgen der S. als Trägerflugzeug und U-Boot-Jäger. S.-Piloten schalteten 1940 im Mittelmeer den frz. Schlachtkreuzer Dunkerque und bei einem kühnen Nachtangriff auf die italien. Marinebasis Tarent drei Schlachtschiffe aus. Sie beteiligten sich von der Ark Royal und der Victorious aus an der Jagd auf die Bismarck. Zu den Heldenepen gehört auch der todesmutige Versuch der S.-Staffel Nr. 825, den dt. Kanaldurchbruch vom 12.2.1942 zu stoppen: Alle 6 Maschinen wurden abgeschossen, nur 5 von 18 Mann überlebten. Die Baureihe Mk I erreichte mit ihrem 690 PS Britol Pegasus Sternmotor 248 km/h und hatte mit einem Torpedo eine Reichweite von 880 km. Sie war mit 2x7.7-mm-MG und 6x12 kg Bomben unter Rumpf und Tragflächen, später auch (Mk II und III) mit 8x27 kg Raketen bewaffnet.
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