Sunderland, brit. viermotoriges Flugboot der Firma Short Bros., Erstflug 16.10.1937. Dem RAF-Küstenkommando stand die S. bei Kriegsausbruch als einziger Fernaufklärer zur Verfügung. Zur weiträumigen Geleitschutzsicherung und U-Boot-Jagd über dem Atlantik wurden S.-Flugboote von 1940 an mit dem neuen ASV-Suchradar ausgerüstet. Insges. 28 U-Boote wurden laut brit. Unterlagen während des Krieges von S.-Besatzungen vernichtet, 7 andere im Zusammenwirken mit alliierten Überwassereinheiten. Bisweilen lieferten sich die plumpen Flugboote weit über See Luftgefechte mit dt. Ju 88 oder Fw 200. Die Luftwaffe taufte die S. wegen ihrer starken Abwehrbewaffnung von 8x7.7 mm MG 'fliegendes Stachelschwein'. Insges. wurden 749 Maschinen in 3 Serien gebaut. Die Serie Mk II erreichte mit 4x1,010 PS Bristol Pegasus Sternmotoren max. 338 km/h und hatte eine Reichweite von 2,856 km bei max. Bombenzuladung von 907 kg, Besatzung 10 Mann. Eine Transportversion beteiligte sich 1948/1949 an der Berliner Luftbrücke und wasserte auf der Havel. Noch bis 1957 dienten andere Maschinen als Fernaufklärer, zuletzt bei einer RAF-Staffel in Singapur.
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