Stülpnagel, Karl-Heinrich von, *Darmstadt 2.1.1886, +Berlin-Plötzensee 30.8.1944 (hingerichtet), dt. Gen. der Inf. (1.4.1939); 1904 Eintritt ins Heer, Ende des 1. Weltkriegs Hauptmann, 1.10.1935 Gen.major, 1.10.1937 Gen.leutnant. S. wurde nach dem Polenfeldzug am 21.10.1939 Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres und am 30.5.1940 Kommand. Gen. des II. AK. Seit 21.6.1940 Leiter der dt.-frz. Waffenstillstandskommission in Wiesbaden und seit 15.2.1941 OB der 17. Armee, mit der er bis 25.11.1941 am Rußlandfeldzug teilnahm, wurde S. am 13.2.1942 Militärbefehlshaber Frkr. Er näherte sich seit 1943 dem Militär. Widerstand und ließ nach dem Attentat vom 20.7.1944 gemäß Plan 'Walküre' die SS-, SD- und Gestapo-Führer, insges. etwa 1,200 Personen, in Paris festnehmen, mußte sie aber am nächsten Tag wieder freilassen und wurde nach Deutschland zurückbeordert. Bei Verdun, wo er 1916 gekämpft hatte, versuchte er sich das Leben zu nehmen, schoß sich aber nur blind und wurde vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt. Ritterkreuz (21.8.1941).
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