Stawka, ursprüngl. allg. Bezeichnung für das Zelt des Befehlshabers im russ. Heer, im 1. und 2. Weltkrieg übertragen auf das Hauptquartier des Oberkommandos der zarist., später der Roten Armee. Bei Beginn des dt. Angriffs am 22.6.1941 führte Marschall Timoschenko in Abwesenheit Stalins, der in Sotschi kurte und erst am 4.7. die Führung übernahm (8.8. Generalissimus), den S. als Volkskommissar (Min.) für Verteidigung, weitere Mitglieder waren Armeegen. Schukow (26.8.1942 Stellv. Stalins als oberster militär. Befehlshaber), Molotow als Stellv. Stalins und Volkskommissar für Auswärtiges, die Marschälle Woroschilow und Budjonny sowie der Volkskommissar für die Marine Admiral Kusnezow, 'beraten' von einigen Mitgliedern oder Kandidaten des Politbüros. Der S., dessen Zusammensetzung sich während des Krieges mehrfach änderte, unterstand anfangs der polit. Aufsicht eines Staatsverteidigungs-Komitees, das ebenfalls von Stalin geleitet wurde, und war zuständig für die strateg. Führung des Krieges, während die Fronten (Heeresgruppen) die operative und die kleineren Verbände die takt. Führung wahrnahmen. Die Planung lag beim Generalstab des S., gegliedert in 6 Hauptabt. für Operationen, Feindnachrichten, Nachrichtenverbindung, Organisation und Mobilmachung, Topographie sowie Kriegsgeschichte. Chef des Stabes waren: bis Okt. 1941Schukow, bis Nov. 1942 Schaposchnikow, dann Wassiljewski.
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