Stauffenberg, Claus Graf Schenk von, *Jettingen bei Günzburg 15.11.1907, +Berlin 20.7.1944, dt. Offizier und Widerstandkämpfer; 1926 zur Kavallerie, 1936 Dozent an der Kriegsakademie Berlin. S. nahm beim Stab des XVI. AK (mot.) unter Hoepner am Polen- und Frankreichfeldzug teil und arbeitete in Rußland u.a. mit dem Smolensker Komitee zusammen bei der Aufstellung von Freiwilligen-Verbänden. Schon lange ein Feind des nat.-soz. Rassismus, erlebte er hier den braunen Terror in seiner brutalsten Form und wurde zum geschworenen Feind Hitlers. Beim Stab der 10. Pz.div. in Afrika am 7.4.1943 schwer verwundet (Verlust eines Auges und einer Hand), kam der genesene S. am 1.10.1943 als Chef des Stabes zum Allg. Heeresamt unter Olbricht und wurde zum Motor der Militär. Widerstands. Die Gelegenheit zum Attenat auf Hitler bot sich ihm, als er am 1.7.1944 als Oberst Stabschef des Befehlshaber des Ersatzheers geworden war und nun Zutritt zu den Lagebesprechungen im Führerhauptquartier hatte. Am 20.7.1944 stellte S. eine Zeitzünderbombe in der Lagebaracke ab, flog in der Annahme, Hitler getötet zu haben, nach Berlin, um dort den Umsturz zu leiten, mußte aber aufgeben, als die Nachricht vom Überleben des Diktators bekannt wurde und alle Planungen der Verschwörer gegenstandslos machte. Gen.oberst Fromm ließ ihn mit weiteren Widerstandkämpfern zur Bemäntelung eigener Verstrickung in den Putschversuch noch am Abend des gleichen Tages standrechtl. erschießen.
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