Stalag, Abk. für die dt. Stammlager für Kriegsgefangene im Mannschaftsrang. Während des Krieges bestanden etwa 150 S. mit zahlr. Teil- und Nebenlagern sowie Tausenden von Arbeitskommandos. Sie lagen durchweg im sog. OKW-Bereich (Heimat- und besetztes Wehrmachtverwaltungsgebiet). Im Gegensatz zu den Durchgangslagern (Dulag) und Armee-Gefangenen-Sammelstellen im OKH-Bereich (Operationsgebiet) hatten die S. feste Standorte. Im Dt. Reich wurden sie röm. numeriert nach dem jeweiligen Wehrkreis und mit einem Großbuchstaben für das betreffende S. gekennzeichnet. In den besetzten Gebieten trugen sie seit 1941 in der Regel dreistellige arab. Zahlen zw. 300 und 400. Nach der 'Vorschrift für das Kriegsgefangenenwesen, Teil 5' war ein S. mit höchstens 10,000 Mann zu belegen, was allerdings oft überschritten wurde. Obwohl Auf- und Ausbau der S. genau reglementiert waren (Raumgebühr, Raumverteilung, Bauart der Baracken u.a.), existierten erhebl. Unterschiede; v.a. die Lager für sowjet. Gefangene entsprachen im allg. nicht den Vorschriften.
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