Sitzkrieg 2, die in ihrer Defensiv-Strategie hinter der Maginot-Linie verharrenden Franzosen hatten die Chance zum Angriff während der Kämpfe in Polen verstreichen lassen, da sie auf einen Abnutzungskrieg setzten und daher die volle brit. Mobilisierung abwarten und ihren Nachholbedarf v.a. bei der Ausrüstung ihrer Luft- und Pz.waffe decken wollten. Man hoffte, daß schließl. die enormen Ressourcen der brit. und frz. Kolonien den Ausschlag in einem Krieg geben würden, den London wie 1914/1918 mit einer Blockade der Nordsee begann. Eine umfassende Luftoffensive sollte zudem das rohstoffarme Dt. Reich in die Knie zwingen. Die Atempause des S. wurde von beiden Seiten fieberhaft zur militär. Verstärkung und diplomat. Flankierung genutzt. Mit einem Zusatzabkommen zum Dt.-Sowjet. Nichtangriffsvertrag vom 23.8.1939 über Rohstofflieferungen konnte Hitler die brit. Blockadepläne zunächst weitgehend unterlaufen und nahm dafür die Bolschewisierung der Baltische Staaten in Kauf wie die finn. Niederlage im Winterkrieg gegen die Rote Armee. Mit dem Sprung nach Narvik sicherte er zudem den Erznachschub. Die Westmächte dagegen suchten Anlehnung an die USA, die ihre strikte Neutralitätspolitik lockerten. Vergebl. hingegen blieb der Versuch, Belgien ins Bündnis zu integrieren, da Brüssel eine Provokation Hitlers um jeden Preis vermeiden wollte. Auch die Koordinierung der brit. und frz. Kriegsanstrengungen brachte Reibungen. Zwar einigte man sich auf einen OB zu Lande (Gamelin), verteilte die Aufgaben für die Flotten und traf wirtschaftl. Absprachen, doch einen gemeinsamen Generalstab bildete man nicht.
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