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Sewastopol 2

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Sewastopol « | -blättern- | » Sextant
Sewastopol 2, die Belagerung und Erstürmung von S. wiederholte sich 1944 mit umgekehrten Vorzeichen, nachdem die dt. 17. Armee (Jaenecke) im Dez. 1943 auf der Krim abgeschnitten worden war und Hitler eine rechtzeitige Räumung untersagt hatte. Am 8.4.1944 begann eine sowjet. Doppeloffensive mit der 2. Gardearmee (Sacharow) und der 51. Armee sowie der selbständigen Küstenarmee (Jeremenko) gegen die auf S. zurückgehenden dt. Truppen. Nachdem am 16.4. Jalta gefallen war, begann der Schlußangriff. Erst am 8.5. aber genehmigte Hitler die Evakuierung, so daß ein Teil der 17. Armee, seit 1.5. unter OB Gen. Allmendinger, in Gefangenschaft geriet. 37,500 Mann konnten bis 13.5. trotz massierter sowjet. Luftangriffe und U-Boot-Einsätze über See evakuiert werden, wobei 8,100 der eingeschifften Soldaten mit versenkten Transportern und Kleinfahrzeugen untergingen. Seit 12.5.1944 war S. wieder in sowjet. Hand und wurde Standort der Lagergruppe 7-241 und des Gefangenen-Hospitals 3-318. Die Uprawlenije S. bestand aus mindestens 13 Lagern und wurde unmittelbar nach dem Sieg mit Angehörigen der dt. 17. Armee belegt. Anfangs starben zahlr. Gefangenen wegen der schlechten Versorgung, so daß die Lager immer wieder aufgefüllt wurden. Allein im Lager 7-241/13 kamen bis 1948 etwa 4,500 Mann ums Leben, ansonsten liegen genauere Zahlen nicht vor. Der erste Heimkehrertransport verließ S. im Nov. 1945 mit 800 arbeitsunfähigen Gefangenen Richtung Entlassungslager Frankfurt/Oder; 162 Mann starben auf der Fahrt.


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