Schwarzes Meer 2, da sich der Landkrieg für die Wehrmacht zunächst nach Wunsch entwickelte, wurde erst in der Winterkrise 1941/1942 der Ruf nach mehr Seeunterstützung laut, v.a. bei der Lösung der Nachschubprobleme. Es wurden daher über die Elbe, über Land und auf der Donau ins S. überführt: 16 Schnell-, 23 Räum- und 6 U-Boote sowie 50 Fährprahme, 26 U-Jäger und 200 kleinere Einheiten, hinzu kamen seit Mitte 1942 einige italien. Boote und Neubauten aus Werften in Rumänien und im eroberten Rußland. Nach dem Verlust zahlr. Überwasserinheiten unternahm die sowjet. Flotte, der im Herbst 1942 nur noch ein schmaler Küstenstreifen zw. Batum und Tuapse geblieben war, kaum noch eigene Seeoperationen, sondern deckte v.a. Landungsunternehmen und unterstützte Heersverbände im Küstenbereich. Nach der Kriegswende bei Stalingrad wurden die verbliebenen sowjet. Überwasser-Einheiten, außer dem Schlachtschiff nur noch 4 Kreuzer und 9 Zerstörer, aktiver, konnten aber z.B. die Rückführung der dt. Truppen aus dem Kuban-Brückenkopf nicht verhindern. Bei einem Angriff auf dt. Konvois verloren sie 3 Zerstörer durch Bombentreffer. Und selbst als sich das Kräfteverhältnis in der Luft allmähl. zugunsten der Sowjets wandelte, blieben ihre Operationen im S. weitgehend erfolglos, u.a. beim Versuch, die Räumung der Krim durch die dt. 17. Armee zu unterbinden (Mai 1944). Mit dem Übertritt Rumäniens und Bulgariens auf die sowjet. Seite im Aug./Sept. 1944 war der Krieg im S. beendet, die verbliebenen dt. U-Boote versenkten sich selbst, die flußgängigen Einheiten kämpften sich unter erhebl. Verlusten auf der Donau zurück.
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