Potez 63, frz. schwerer Jäger und Aufklärer, Erstflug 25.4.1936. Die Serienfertigung der P. begann 1937, jedoch verzögerten Engpässe bei der Belieferung mit Motoren, Propellern und 20-mm-Kanonen die Auslieferung an die Truppe, so daß bei Kriegausbruch erst 291 Maschinen der zwei- oder dreisitzigen Jägerversion zur Verfügung standen. Sie entsprach in ihrer Grundkonzeption und auch in den Umrissen der Me 110 und wurde auch wie diese als Nachtjäger eingesetzt. Da sich die Verwechslungen häuften, wurden Jäger, Aufklärer und Bomber der P.-Serie während der Schlacht um Frkr. im Juni 1940 zusätzl. zur vergrößerten weißumrandeten Kokarde mit einem weißen Streifen auf dem Rumpf bemalt. Zur Modernisierung der Aufklärerstaffeln hatte Potez die Serie 63-11 mit eckig verglastem Rumpfbug und verkürzter Führerkabine entwickelt, von der bis zum Waffenstillstand (22.6.1940) 723 Maschinen ausgeliefert wurden. Die P. eignete sich ebensowenig wie die Me 110 zum Luftkampf und erzielte insges. nur 29 Abschüsse, während rd. 400 Maschinen, u.a. bei verzweifelten Tiefangriffen auf dt. Kolonnen, verlorengingen. 637 andere blieben nach der Niederlage im unbesetzten Teil Frkr.s und in N-Afrika zurück, wo sie in den folgenden Jahren mehrmals Besitzer und Gegner wechselten. Die Luftwaffe stellte Rumänien, schon vorher Käufer der P., 53 Exemplare als Trainer und Zielschlepper zur Verfügung. Die überschüssigen Gnôme-Rhône-Sternmotoren 14M-05/06 wurden für das Schlachtflugzeug Henschel Hs 129 verwendet. Daten des Jagdmehrsitzers Potez 631: 2x700 PS, max. 460 km/h, 2x20-mm-Kanonen im Rumpfbug, 1x7.5-mm- MG, 2-3 Mann Besatzung.
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