Polenfeldzug 3, die Angriffe der dt. Luftwaffe auf die rückwärtigen Verbindungen führten zu schweren Schäden am Verkehrsnetz und den Fernmeldeeinrichtungen und verzögerten oder unterbanden die Heranführung von Nachschub und Reserven. Auch an der Zerschlagung der poln. Frontarmeen hatte die Luftwaffe großen Anteil. Schon am 5.9. hatte Rydz-Smigly den allg. Rückzug hinter die Weichsel befohlen. Aus psycholog. und wehrwirtschaftl. Gründen sowie in der eigentl. berechtigten Hoffnung auf einen Angriff der frz. Armeen im W hatte er in Überschätzung der eigenen Kräfte den ungünstigen Grenzaufmarsch gewählt. An der unheilvollen Entwicklung konnte auch die am 6.9. anlaufende, eher symbol. und regional begrenzte 'Offensive' der frz. 4. Armee (Requin) im Vorfeld des Westwalls nichts ändern, weil sie nicht zum Abtransport dt. Div. aus Polen zwang. Zw. dem 8.9. und 13.9. kam es bei Radom zur ersten Kesselschlacht des Krieges, in der die dt. 10. Armee 65,000 Soldaten der poln. Armee 'Preußen' (Dab-Biernacki) gefangennahm. Bereits am 11.9. hatte das dt. I. AKWarschau von seinen östl. Verbindungen abgeschnitten. Vom 17.9.-20.9. brachte die Heeresgruppe Süd bei Lublin 60,000 Gefangene ein. Zugleich vollzog sich das Schicksal der poln. Armeen 'Posen' (Kutrzeba) und 'Pomerellen' (Bortnowski): 170,000 Gefangene. Bis 15.9. verlor die poln. Luftwaffe 330 Maschinen, davon die meisten im Luftkampf und nicht am Boden (nur 50), wie die dt. Propaganda gemeldet hatte.
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