Polenfeldzug 2, den propagandist. Vorwand lieferte der SD mit einem vorgetäuschten poln. Angriff auf den Reichssender Gleiwitz. In 2 Angriffskeilen stieß das Gros des aktiven dt. Heeres (57 Div., davon 6 Pz., 4 leichte und 4 mot. Div.) aus Pommern und Ostpreußen - Heeresgruppe Nord (v. Bock) mit 3.und 4. Armee - sowie aus Schlesien und der Slowakei - Heeresgruppe Süd (v. Rundstedt) mit 8., 10. und 14. Armee - mit rd. 2,500 Pz. konzentr. in Richtung Warschau vor, unterstützt durch die Luftflotten 1 (Kesselring) und 4 (Löhr) mit insges. 1,939 Flugzeugen, von denen 1,538 am Tag des Angriffs einsatzbereit waren. Die poln. Heeresleitung (Rydz-Smigly) hatte das Gros der Kräfte - 26 Inf.div. und 10 Kavallerie-Brigaden - entlang der 1,900 km langen Grenze aufmarschieren lassen. Insges. mobilisierte Polen 40 Inf.div. und 16 Brigaden (davon 11 Kavallerie und 2 mot.) mit 1,132 leichten Pz.fahrzeugen. Die poln. Luftstreitkräfte bestanden aus 66 Bombern, 277 Jägern, 203 Mehrzweckflugzeugen und 199 Aufklärern = 745 Maschinen. Die Flotte war mit 1 Minenleger, 4 Zerstörern, 5 U-Booten und einigen kleineren Einheiten bedeutungslos; 3 Zerstörer liefen schon vor Angriffsbeginn nach Großbrit., die U-Boote entkamen, alle anderen Einheiten wurden Opfer der dt. Luftwaffe. Bis zum 7.9.1939 waren alle poln. Armeen (sie entsprachen dt. Korps) im Grenzgebiet entweder durchbrochen, zerschlagen oder zum Rückzug gezwungen.
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