Peiper, Joachim, *Berlin 30.1.1915, +Traves (Haute-Saône) 13.7.1976, SS-Standartenführer; Absolvent der Junkerschule Braunschweig. P. diente den ganzen Krieg über bei der 'Leibstandarte-SS Adolf Hitler', zeichnete sich im Frühjahr 1943 bei Charkow und im Juli 1943 bei Kursk, vermutl. aber auch durch Kriegsverbrechen aus (Boves). Während der Ardennenoffensive kommandierte er eine gepanzerte Kampfgruppe, der nach dem Krieg die Ermordung von amerikan. Gefangenen bei Malmédy zur Last gelegt wurde. P. wurde am 16.7.1946 zum Tod verurteilt, 1951 zu lebenslängl. Haft begnadigt und 1956 freigelassen. 1970 ließ er sich zunächst unbehelligt in Frkr. nieder, doch begann, ausgehend vom kommunist. Blatt 'Humanité', 1976 eine leidenschaftl. Pressekampagne gegen P. mit dem Ziel seiner sofortigen Ausweisung. Nach Morddrohungen wurde sein Haus am Vorabend des frz. Nat.feiertags am 13.7.1976 angezündet, in den Trümmern fand man später P.s verkohlte Leiche. Ritterkreuz (17.3.1943) mit Eichenlaub (27.1.1944) und Schwertern (16.2.1945).
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