Partisanen 4, während in der UdSSR der Kampf der P. unmittelbar nach dem dt. Einmarsch begann, setzte er in Jugoslawien erst nach der Kapitulation (17.4.1941) ein. Am 27.6.1941 bildete sich der Oberste Rat der Volksbefreiungsabt. der P. unter Tito, und am 4.7.1941 erfolgte ein Aufruf des Politbüros an alle patriot. Kräfte, sich gegen die Besatzer zu erheben. Noch im Juli brachen Aufstände in allen Landesteilen aus, die P.-Bewegung begann sich zu formieren, ihrer Terror- und Sabotageakte nahmen ständig zu. Auch hier versuchten die dt. Behörden mit Gegenterror, Geiselnahme und Sühnemaßnahmen den Widerstand zu brechen. In Anlehnung an einen OKW-Befehl vom 16.9.1941 waren für jeden getöteten dt. Soldaten oder volksdt. Bürger 50 Zivilisten zu erschießen.; Ortschaften und Gehöfte, die im Kampf genommen werden mußten, waren niederzubrennen. Im Laufe des Jahres 1942 wurden mehrere Offensiven gegen die P. geführt, die sich jedoch immer wieder der drohenden Einschließung entziehen konnten. Ihre Stärke nahm zu, auch durch den Zustrom von Ausländern und Abwürfe von alliierten Hilfsgütern und Waffen, so daß sie bei Herankommen der Roten Armee überall zum Angriff übergehen und die Besatzer aus Städten und ganzen Landstrichen vertreiben konnten. Erst nach der offiz. Kapitulation der dt. Wehrmacht ergaben sich die dt. Truppen am 15.5.1945. Nach jugoslaw. Angaben sollen die P. 1,099 Züge zum Entgleisen gebracht, 1,918 Loks, 19,759 Waggons und 20,022 Kfz. vernichtet sowie 1,077 Eisenbahn- und 2,148 sonstige Brücken zerstört haben; 447,000 dt. Soldaten und jugoslaw. 'Verräter' seien getötet worden.
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