Panther, dt. Pz.kampfwagen V, entwickelt als Antwort auf den bis dahin überlegenen sowjet. T-34, seit Nov. 1942 bei MAN und Daimler-Benz in Serie gebaut, im Febr. 1943 Ablieferung der ersten 18 P.; 45.5 t, 6.88 m Länge (mit Rohr 8.86 m), 3.34 m Breite und 2.97 m Höhe. Die 7.5-cm-Kampfwagenkanone 42 L/70 vermochte bei einer Mündungsgeschwindigkeit bis zu 1,120 m/s, die Panzerung des T-34 auf jede Entfernung im Schußbereich zu durchschlagen, der P. führte 79 Granaten mit. Von Jan. 1943 an beteiligten sich auch die Henschel-Werke an der Produktion, so daß 1943 schon 1,845 P. gebaut werden konnten, 1944 dann 3,874 mit dem Höhepunkt im Juli 1944 mit 380 Stück. Im Jan. 1945 wurden noch 211 P. gefertigt, im Febr. die letzten 126. Damit betrug die Gesamtstückzahl 5,966, wozu noch 341 Jagdpanther mit 8.8-cm-Pak L/71 kamen. Mit einem 600-PS-(Dauerleistung) Maybach-Motor erreichte der P. auf der Straße max. 55 km/h, im Gelände 24 km/h, der Kraftstoffvorrat von 730 l reichte für 177 km auf der Straße und 89 km im Gelände, Straßenverbrauch 412 l/100 km. Gepanzert war der P. an der Fahrerfront bis 80 mm, an der Turmfront mit 110 mm. Der P. war ein sehr kurzfristig entwickelter Pz. von guter Formgebung und hervorragender Bewaffnung. Bedingt durch die kurze Erprobungsphase zeigten sich jedoch an den zuerst ausgelieferten P. erhebl. techn. Mängel. Wie der Tiger I wurde der P. entgegen den Warnungen der Fachleute viel zu früh ins Gefecht geschickt, erstmals beim Unternehmen 'Zitadelle' Anfang Juli 1943. Die P. fielen zum großen Teil schon auf der Fahrt von Orel, wohin sie per Bahn gebracht worden waren, zum Einsatz bei Belgorod aus. Es gab Motorbrände infolge unzureichender Kühlung sowie Schäden an Laufwerken und Getrieben. Selbst als die 11. SS-Pz.grenadierdiv. 'Nordland' im Winter 1943/1944 mit P. ausgerüstet wurde, waren es noch Exemplare der anfälligen ersten Ausführung. Später wurde der P. ein zuverlässiges Kampffahrzeug, das sich fast allen Pz. der Gegner überlegen zeigte. 1943 gingen an den Fronten 525 Exemplare verloren, 1944 waren es 2,297, davon allein im Juli 347 (Invasion) und 234 im Dez. (Ardennenoffensive). Für Jan. 1945 wurden 237 Verluste registriert, insges. also 3,059; spätere Zahlen fehlen wie auch die Angaben über die Fertigung nach Febr. 1945.
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