Ohka (japan. Kirschblüte), bemannte Bombe des Kamikaze-Korps der japan. Marineluftwaffe. Im Aug.1944 als Spezialwaffe zur Bekämpfung amerikan. Flottenverbände entwickelt, wurden bis März 1945 noch 755 O. hergestellt. Sie wurden im Schacht des schweren Betty-Bombers auf etwa 40 bis 80 km Entfernung ins Zielgebiet getragen und dann in 6,000 bis 8,000 m Höhe zum Angriff ohne Wiederkehr ausgeklinkt. Die O. mit ihrem Gefechtskopf von 1,200 kg Sprengstoff erreichte im Horizontalflug max. 860 km/h und im Sturzflug über 1,000 km/h. Für die Endphase der Flugbahn zündete der Pilot einen Feststoff-Raketenmotor von 800 kp Schub. In der techn. Konzeption ähnelte die steuerbare Raketenbombe der dt. Bachem Ba 349 Natter. Die ersten 50 Einsatzmodelle wurden Ende Dez. 1944 beim Transport auf die Philippinen versenkt. Beim ersten Gefechtsstart gegen einen US-Flottenverband 480 km vor Kiushu am 21.3.1945 gingen alle 16 Mutterflugzeuge schon beim Anflug verloren. Später wurden zahlr. O. mit geringem Erfolg gegen die Invasionsflotte bei Okinawa eingesetzt, wo sie bei den Alliierten den namen Baka (japan. Wahnsinn) erhielten. Musuemsexemplare u.a. in den USA, Kanada und Indien erhalten.
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