Norsk Hydro, südnorweg. Firma in Rjukan, die als einzige in Europa seit den 1930er Jahren Schweres Wasser (Deuterium) für Laborzwecke herstellte, das sich als geeignete Dämpfsubstanz für Kettenreaktionen bei der Kernspaltung erwies. Anfang 1940 kaufte frz. Reg. auf Veranlassung des Kernphysikers Frédérice Joliot-Curie (*Paris 19.3.1900, +ebd. 14.8.1958) die ges. Schwerwasserbestände von 180 kg bei N. auf, ehe Norwegen von der Wehrmacht besetzt wurde. Das Wasser konnte später auch in Frkr. vor den dt. Truppen nach England gerettet werden. N. produzierte nun im dt. Auftrag weiter und konnte den Ausstoß 1942 auf 5,000 kg steigern. Das weckte brit. Argwohn hinsichtl. einer mögl. Entwicklung dt. Atombomben und führte zu einem Kommandounternehmen gegen N.: Am 19.11.1942 scheiterte ein Luftlandeversuch unter zahlr. Opfern beim Absturz zweier Lastensegler, erst am 16.2.1943 gelang das Absetzen von 6 norweg. Soldaten, die am 28.2. die Konzentrieranlage von N. sprengten, den Schwerwasservorrat von 1,500 kg vernichteten und nach Schweden entkamen. N. produzierte jedoch bald wieder und wurde daher am 16.11.1943 bombardiert, wobei 60 kg Deuterium verlorengingen. Die daraufhin geplante Evakuierung der Anlagen nach Deutschland scheiterte durch Versenkung des dafür eingesetzten Fährschiffes am 20.2.1944.
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