Nordsee 2, erst beim dt. Unternehmen Weserübung zur Besetzung Dänemarks und Norwegens, die alle brit. Blockadepläne bezügl. Skandinaviens endgültig illusor. machte, kam es zu schweren Seegefechten wie dem Kampf der Zerstörer in Narvik (8.4./13.4.1940). Trotz der schweren dt. Verluste wog die Ausweitung der Operationsbasen schwerer und sorgte, v.a. nach dem weiteren Gewinn der frz. Atlantikhäfen (Juni 1940), für ein Abflauen der Kampftätigkeit in der N. bis Kriegsende. Mit Luftangriffen versuchte die RAF, später unterstützt von der 8. US-Luftflotte, in der Folgezeit ohne sonderl. Wirkung die dt. 'Erzstraße' nach Norwegen zu unterbrechen. Auch die Bombardierung der dt. Hafenstädte und Schiffswerften konnte den Nachschub an U-Booten für die Atlantikschlacht zunächst kaum vermindern. Zu den wenigen alliierten Erfolgen in der N. zählten allenfalls die Kommandounternehmen gegen Ziele in Norwegen wie das Schwerwasser-Werk von Norsk Hydro (Febr. 1943). Erst im letzten Kriegsjahr bei wachsender Luftüberlegenheit der Alliierten machten sich Behinderungen der dt. Transporte und der Operationen der dt. Kriegsmarine in der N. bemerkbar und zwangen zur Einführung des Konvoisystems. So konnte schließl. bis Kriegsende die Versorgung über See an den dt. und dt. besetzten Küsten der N. im wesentl. aufrechterhalten werden; über 30 Mio. t Erz, Holz und sonstige Waren wurden von April 1940 an aus Skandinavien nach Deutschland verschifft, bei einer Verlustrate, die noch im Jan. 1945 bei nur,0,5 und selbst im April 1945 erst bei 10 % lag. Der dt. Kriegsmarine war es gelungen, bei eigenem hohem Einsatz starke gegner. Kräfte durch die Kriegführung in der N. zu binden.
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