Nebelwerfer, Tarnbez. (oft fälschl. auf den dt. Raketeningenieur Rudolf Nebel, *Weißenburg, Bayern 21.3.1894/+Düsseldorf 18.9.1978, bezogen) für Geschoßwerfer der dt. Wehrmacht zur Bekämpfung von Flächenzielen durch Salvenfeuer. Die rückstoßfreien N. wurden auf geländegängige Kfz, leichte Pz. oder Selbstfahrlafetten montiert, bestanden aus bewegl. Rohren und verschossen ungelenkte reaktive Granaten. Der 1939 eingeführte N. 35, Kaliber 10.5 cm, wog in Feuerstellung 100 kg, erreichte 3,250 m Schußweite und wurde bei 3 Abt. eingesetzt. Die noch unbefriedigenden Ergebnisse führten, auch als Antwort auf die sowjet. Katjuscha (Stalinorgel), zur Weiterentwicklung zum sechsrohrigen N. 1941, Kaliber 15 cm, 560 kg (leer), Schußweite 6,700 m. Durch Erhöhung des Kalibers auf 21 und 30 cm - durch Einsatzschienen war auch der Abschuß von 15-cm-Geschossen möglich - verbesserte man Reichweite (bis 12,700 m) und Wirkung des N. weiter. Seit Anfang 1944 wurden auch Flugzeuge mit N. unter den Flügeln ausgerüstet, die Zündung der so als Bordraketen eingesetzten Geschosse erfolgte elektrisch.
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