Naltschik, sowjet. Stadt am Kaukasus, Standort der Uprawlenije 7-424, 1945 errichtet. N. wurde im wesentl. mit Kapitulationsgefangenen belegt, die überwiegend im Straßenbau eingesetzt waren. Die Lebensverhältnisse waren anfangs in jeder Hinsicht sehr schlecht. Von einem Transport mit ca. 2,500 Gefangenen, der am 10.10.1945 aus Focsani (Rumänien) in N. eintraf, starben in den ersten Monaten etwa 300 Mann. Im Winter 1945/1946 wurden alle Gefangenen mit extrem schlechten Allgemeinzustand verlegt. Nach Ansicht der Zurückgebliebenen dürfte keiner den Transport überlebt haben. Durch intensive Bemühungen der sowjet. Lagerleitung besserten sich seit Sommer 1946 die Lebensbedingungen, insbes. war die Ernährung nun ausreichend, und bei Schwerarbeit und Erfüllung der Arbeitsnormen gab es Zulagen, die allerdings den anderen Lagerinsassen abgezogen wurden. Spätestens seit Mitte 1948 bekamen alle Gefangenen die gleiche Verpflegung. Die meisten Todesfälle gab es im Lager Tschegem, in dem immer wieder Insassen an Malaria erkrankten. Zur Behandlung der Krankheit fehlte es an Chinin und Atebrin, so daß zahlr. Gefangene starben. Deswegen bemühten sich anfangs viele sowjet. Ärzte um Versetzung in ein anderes Lager.
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