Minsk, Hauptstadt der Weißruss. Sowjetrepublik mit 240,000 Einwohnern (1940). Im Rußlandfeldzug erreichte am 27.6.1941 das dt. XXXXVII. Panzerkorps (Kempf) der Pz.gruppe 2 den Südrand von M. und stellte die Verbindung zu dem von N kommenden LVII. Panzerkorps (Kuntzen) der Pz.gruppe 3 her, so daß Teile der sowjet. Westfront (Timoschenko) westl. der Stadt eingeschlossen waren. M. selbst fiel am folgenden Tag; bis zum 9.7. wurde der Kessel zerschlagen: 332,898 Rotarmisten gerieten in Gefangenschaft, 1,809 Geschütze und 3,332 Pz.fahrzeuge wurden zerstört oder erbeutet. M. war in der Folgezeit häufig Ziel sowjet. Luftangriffe, da über den Bahnknoten viele dt. Transporte rollten. Der dt. Gen.kommissar für Weißruthenien, Gauleiter Wilhelm Kube, fiel am 22.9.1943 in seinem Amtssitz M. einem Anschlag sowjet. Partisanen zum Opfer. Im Zuge der sowjet. Sommeroffensive, die zum Zusammenbruch der dt. Heeresgruppe Mitte (Busch, später Model) führte, eroberte die sowjet. 3. Armee (Gorbatow) M. am 3.7.1944 zurück. Die Stadt wurde Standort der Uprawlenije 7-168 (Nov. 1950 Nr. 7-136) und von 5 Arbeitsbataillonen aus dt. Gefangenen. In den Lagern und den Arbeitsbataillonen starben bis 1947 etwa 12,000 Gefangene, allein auf dem Friedhof nördl. des Hauptbahnhofs von M. liegen 5,000 dt. Soldaten in Massengräbern.
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