Militärinternierte 3, der 25.11., Totensonntag, stand schließl. im Zeichen des Protestes von ganz Schweden; ledigl. einige extrem linke Gruppierungen wandten sich gegen die ' Kampagne, die unter dem Deckmantel der Humanität von reaktionär bürgerl. Seite organisiert worden' sei. Für den 30.11. war der Abtransport der M. zur Einschiffung nach Trelleborg befohlen, wo inzw. das sowjet. Schiff Kuban eingetroffen war. Der Tag ging als 'blutiger Freitag' in die Geschichte der dt. M. ein: Selbstverstümmelungen und Selbstmordversuche nahmen zu, allein in Backamo mußten 367 M. ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die anderen wurden planmäßig auf die Kuban gebracht, die am 2.12. mit 1,610 Mann in See ging. Halbwegs genesen wurden am 6.12. weitere 528 Mann vom Lazarettschiff Bjeloostrow abgeholt, das am 25.1.1946 noch einmal 377 M. an Bord nahm, darunter 146 Balten. Von den weiteren M. waren am 2.12.1945 rd. 230 Mann in den W transportiert worden, weitere folgten am 26.1.1946, 53 Mann wurden an Polen ausgeliefert. Nur wenigen M. war die Flucht gelungen. Soweit sie sich in Schweden hatten verbergen können, wurde ihnen später die Aufenthaltserlaubnis erteilt.
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