Me 109 2, die Zelle der M. wurde 1940 für den leistungsstärkeren 1,300-PS-Motor DB 601 nochmals umkonstruiert. Die aerodynam. abgerundete Baureihe F von 1941/1942 zeichnete sich durch gute Steigleistungen aus, flog max. 635 km/h, war mit 20-mm-Kanone und 2x7.9-mm-MG jedoch schwächer bewaffnet als die E-Serie. Die geplanten Nachfolger Me 209 und 309 kamen über einige Versuchsmuster nicht hinaus, so daß die M. bis Kriegsende zahlenmäßig wichtigster Kolbenjäger der Luftwaffe blieb. Im W u.a. gegen Thunderbolt oder Mosquito techn. immer mehr ins Hintertreffen geraten, wurde sie seit 1942 unter Verwendung des DB- 605-Triebwerks weiterentwickelt: Die neue G-Serie erhielt 2x13-mm-MG und eine 20- oder 30-mm-Motorkanone, die nochmals eine charakterist. Veränderung der Zelle in Form zweier seitl. Ausbuchtungen an der Triebwerkshaube mit sich brachte (Spitzname 'Beule'). Im Herbst 1944 brachte Messerschmitt schließl. die letzte Standardreihe K heraus. Sie vereinte die zahlr. konstruktiven Verbesserungen des Modells, darunter die Vollsichthaube ('Gallandhaube'), Druckkabine, Pz.schutz für den Piloten, Methanoleinspritzung für 1,800 PS Notleistung in Bodennähe u.a. Mit max. 728 km/h kam diese Version wieder an die Leistungen der amerikan. P-51 Mustang, des gefährlichsten Gegners, heran, doch war inzw. der Luftwaffe der Treibstoff ausgegangen. Nach dem Krieg wurde die M. als Avia C-10 bzw. 210 in der CSSR weitergebaut und u.a. für den Unabhängigkeitskrieg an Israel geliefert. Auch in Spanien ging man zum Lizenbau über: 21 Jahre nach dem Erstflug der M. lief 1956 in Sevilla die Produktion aus.
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