Maryland 2 (Bomber), brit. leichter Bomber und Aufklärer der US-Firma Glenn L. Martin Co. of Baltimore; flog auch bei der Armée de l'Air als Martin 167. Die M. enstammte wie die Douglas A-20 Havoc einem Konstruktionswettbewerb für einen zweimotorigen Angriffsbomber. Der Prototyp flog erstmals am 14.3.1939 und erzielte eine frz. Bestellung von 215 Maschinen mit 2x1,050- PS-Pratt & Whitney-Doppelsternmotoren. Etwa ein Drittel kam noch zur Truppe und bombardierte im Mai/Juni 1940 dt. Pz.konzentrationen, Nachschubkolonnen und ähnl. Ziele; später Einsatz gegen den italien. Vormarsch in SO-Frkr. Fast alle noch flugfähigen Maschinen wurden noch vor dem Waffenstillstand nach frz. W-Afrika überführt, mindestens 5 Besatzungen setzten sich nach England ab. Die RAF übernahm 60 Maschinen der frz. Lieferquote unter der Bezeichnung M. und bestellte 150 weitere mit brit. Ausrüstung. Die M. eignete sich dank ihrer günstigen Geschwindigkeit von max. 489 km/h und Reichweite von 2,092 km bes. zum Fernaufklärer. Eine M. der Marineluftwaffe entdeckte im Mai 1941, daß die Bismarck ihren Ankerplatz in Norwegen verlassen hatte und setzte damit die Jagd auf das dt. Schlachtschiff in Gang. Die meisten M. flogen jedoch im Nahen und Mittleren Osten, wo sie u.a. von der Baltimore abgelöst wurden.
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