Malinowski, Rodion Jakowlewitsch, *Odessa 23.11.1898, +Moskau 31.3.1967, sowjet. Marschall (10.9.1944); 1915 eingezogen, 1916/1917 bei den russ. Truppen in Frkr., danach Fremdenlegion, 1919 Rückkehr und Einsatz in der Roten Armee, 1926 Beitritt zur KPdSU, 1927/1930 Militärakademie Frunse, 1937/1938 Teilnahme am Span. Bürgerkrieg. Bei Beginn der dt.-sowjet. Feindseligkeiten war M. Gen.major und Kommandeur des XXXXVIII. Schützenkorps an der Südfront, die er seit Dez. 1941 selbst führte, nachdem er vorher die 6. Armee im Raum Nowomoskowsk und Pawlograd befehligt hatte. In der Schlacht um Stalingrad wurde M. als OB der 2. Gardearmee gegen den dt. Entsatzvorstoß Mitte Dez. 1942 an der Myschkowa eingesetzt. Am 2.2.1943 übernahm er wieder die Südfront, wurde zum Gen.leutnant befördert, eroberte Rostow am Don zurück (14.2.) und drang bis zum Mius vor. Seit April 1943 OB der Südwestfront (Okt.1943 umbenannt in 3. Ukrain. Front), gelang es M. Ende 1943 durch raschen Vormarsch, die dt. Truppen auf der Krim abzuschneiden und am 10.4.1944 seine Heimatstadt Odessa zu befreien. Bei Jassy und Kischinew durchbrach er mit der 2. Ukrain. Front, die er im Mai von Konjew übernommen hatte, am 20.8.1944 die dt. Front und besiegelte das Schicksal des mit Deutschland verbündeten Rumänien (Bukarest 31.8.1944). Beim weiteren Vormarsch fielen schließl. Budapest (11.2.1945) und Wien (14.4.1945). Im Endkampf gegen Japan übernahm M. die Transbaikal-Front und besiegte im Aug. 1945 die Kwantung-Armee. 1956/1957 war er OB der sowjet. Landstreitkräfte und wurde am 26.10.1957 Verteidigungsmin., ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte.
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