Lightning, amerikan. Jagdeinsitzer Lockheed P-38, Erstflug 27.1.1939. Die geforderten Leistungen für diesen 1937 ausgeschriebenen Höhenabfangjäger bedingten zweimotorige Bauweise, die vorgesehene Verwendung von Abgasturboladern führte zur unkonventionellen Doppelrumpfandordnung. Die L. tauchte 1942 im Fronteinsatz auf, wobei sie sich im Pazifik als gefährl. Gegner der japan. Zero-Sen entpuppte. Die beiden führenden US-Jagd-Asse, Bong und McGuire, erzielten ihre Luftsiege mit der L. Einer auf den Solomonen stationierten L-Staffel gelang am 18.4.1943 der Abschuß des japan. Flottenchefs Admiral Yamamoto. Die dt. Luftwaffe machte mit der L. erstmals Ende 1942 in N-Afrika Bekanntschaft; sie zeigte sich seit Jan. 1943 als Begleitjäger der 8. US Air Force über dem Reichsgebiet und am 3.3.1943 als erster US-Fernjäger über Berlin. Beim Luftkampf mit der Me 109 und FW 190 zeigte die L. die typ. Schwächen zweimotoriger Jäger, u.a. mangelnde Wendigkeit. Sie wurde nach und nach durch die P-47 Thunderbolt und P-51 Mustang abgelöst, blieb aber mit ihrer schweren Bugbewaffnung von 1x20-mm-Kanone und 4x12.7-mm-MG, dazu Bomben- und Raketen-Außenlasten, als Jagdbomber gefürchtet; dt. Spitzname 'Gabelschwanzteufel'. Aus der Gesamtproduktion von 9,923 Stück wurden rd. 1,400 Serienmuster unter der Typenbez. F-4 oder F-5 zu Fotoaufklärern umgerüstet. Der französische Fliegerpoet Saint Exupéry flog seit Ende 1943 eine L. und blieb damit über dem Mittelmeer verschollen. Die letzte Einsatzvariante P-38L hatte mit 2x1,425-PS-Allison-V-Motoren eine Höchstgeschwindigkeit von 6,300 km/h, normale Reichweite von 3,640 km, trug als max. Außenlasten 10x130-mm-Raketen oder 1,916 kg Bomben.
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