Liberator, amerikan. Langstreckenbomber Consolidated B-24, Erstflug 29.12.1939. Die L. entstand aus einem Entwicklungsauftrag für einen schweren Tagbomber, der die B-17 Flying Fortress an Zuladung und Reichweite übertreffen sollte. Mit insges. 18,188 Exemplaren wurde die L. das am meisten gebaute Kampfflugzeug der USA im 2. Weltkrieg. Charakterist. für die Konstruktion waren der plumpe Rumpf mit dem Doppelleitwerk und der schlanke weitgespannte Flügel mit Davis-Hochauftriebsprofil, dem das viermotorige Baumuster seine extreme Reichweite von bis zu 7,400 km verdankte. Die ersten Einsatzmuster gingen 1941 an die RAF, die insges. 1,694 Stück abnahm und die L. erfolgreich als Patrouillenbomber über dem Atlantik zur U-Boot-Bekämpfung und Geleitsicherung einsetzte; in gleicher Rolle auch bei der US-Navy als PB4Y-1. Die Masse der L. operierte als strateg. Bomber über dem Pazifik, dem Mittelmeerraum und von England aus über N-Europa und dem Reich. Zus. mit der B-17 bildete sie hier das Rückgrat der US-Tages-Offensive; wegen unterschiedl. Höhenleistungen operierten jedoch beide Baumuster stets getrennt. Bekannt wurde die L. durch einen verwegenen Tiefangriff der 9. US Air Force gegen das rumän. Erdölgebiet bei Ploesti am 1.8.1943 von Bengasi aus: Von 177 gestarteten Maschinen kehrten nur 11 auf die Ausgangsbasis zurück, 57 wurden abgeschossen, weitere stürzten ab, andere mußten notlanden. Die häufigste Version B-24J hatte 10 Mann Besatzung, 10x12.7-mm-MG als bewegl. Abwehrbewaffnung, 467 km/h Höchstgeschwindigkeit, 3,380 km Reichweite mit 2,270 kg Bomben.
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