Kurland, Provinz in Lettland zw. Ostsee, Rigaer Meerbusen und Düna. K. wurde im Juli/Aug. 1941 von der dt. 18. Armee (v. Küchler) besetzt und geriet erst im Sommer 1944 wieder in Frontnähe, als die dt. Heeresgruppe Nord (Frießner, später Schörner) von der Leningrader (Goworow) und den drei Balt. Fronten (Bagramjan, Jeremenko, Maslennikow) aus Estland vertrieben und auf Riga/ostpreuß. Grenze zurückgeworfen wurde, so daß sie in Gefahr gerriet, von der Heeresgruppe Mitte abgetrennt und eingeschlossen zu werden. Hitler jedoch reagierte nicht auf entspr. Warnungen von Generalstabschef Guderian, und so erreichte am 10.10.1944 die 1. Balt Front die Ostsee beiderseits Memel, ehe die Heeresgruppe geordnet zurückgenommen werden konnte. Den Abtransport über See, ohnehin schwierig, seit die Balt. Inseln Ende Nov. in sowjet. Hand waren, verbot Hitler. In sechs großen K.-Schlachten behauptete der seit 26.1.1945 Heeresgruppe K. genannte Verband aus 16. (Volckamer v. Kirchensittenbach) und 18. Armee (Boege) die Halbinsel bis Mai 1945, da sich die sowjet. Führung schließl. mit der Blockierung begnügte. Am 10.5.1945 ging Heeresgruppen OB Gen.oberst Hilpert mit 208,000 Mann in sowjet. Gefangenschaft.
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