Konzentrationslager 2, schon unmittelbar nach der Machtergreifung (30.1.1933) wurden von der SA unter Berufung auf die Notverordnung des Reichspräs. 'zum Schutz von Volk und Staat' nach dem Reichstagsbrand zahlr. 'Schutzhaftlager' für polit. Gegner eingerichtet. Etwa 25,000 Personen fielen in den nächsten beiden Monaten dieser präventiven Polizeimaßnahme zum Opfer. Oft war das Motiv für eine Festnahme private Rachsucht, es gab SA-Stürme, die in Hinterzimmern, Scheunen oder Waldhütten 'wilde K.' betrieben, in denen die Häftlinge grausam mißhandelt und gefoltert wurden. Im Zuge der Konsolidierung des nat.-soz. Staates wurden sie durch offiz. Lager in SS-Regie abgelöst, in denen staatl. organisierter Terror den wahllosen der Frühzeit ersetzte. Die bekanntesten K. im Reichsgebiet waren bis in die erste Kriegsphase: Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar (1937), Dachau bei München (1933), Esterwegen (Emslandlager, 1933), Flossenbürg in der Oberpfalz (1938), Groß-Rosen bei Striegau (Schlesien, 1940), Mauthausen bei Linz (Österreich, 1938), Neuengamme östl. Hamburg (1938), Oranienburg, später Sachsenhausen (Brandenburg, 1933 bzw. 1936), Ravensbrück nördl. Fürstenberg a.d. Havel (1939, für Frauen), Stutthof bei Danzig (1939).
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