Komet 1 (Flugzeug), Beiname des Raketenjägers Messerschmitt Me 163 (bei der Truppe 'Kraftei' genannt). Die K. kam seit Spätsommer 1944 als erster serienreifer Raketen-Abfangjäger der Welt zum Einsatz. Von Leipzig aus flog das JG 400 (Major Späte) Objektschutz für die Leuna-Hydrierwerke. Von gedrungener Bauweise, mit gepfeilten Stummelflügeln und ohne Schwanz, war die K. das unkonventionellste und schnellste Einsatzmuster der Luftwaffe. Es ging aus dem Versuchsflugzeug DFS 294 hervor; die Zelle wurde zunächst als Gleiter erprobt, bei den ersten Versuchsflügen mit einem 750-kp-Walter-Raketenantriebwerk ereichte Testpilot Heini Dittmar am 2.10.1941 mit 1,002 km/h fast Schallgeschwindigkeit. Als Abfang-Jäger erhielt die Me 163 B-1 einen neuen Rumpf und 2x30-mm-Kanonen als starre Bewaffnung, sie erreichte bis zu 800 km/h, stieg in 2 Min. 40 Sek. auf 9,150 m, hatte eine Dienstgipfelhöhe von 15,200 m und bei 8 Min. Schubdauer einen Aktionsradius von 100 km. Die K. startete mit abwerfbarem Fahrgestell, griff den Gegner nach der Startphase im Gleitflug an und landete auf Kufen, wobei es zahlr. tödl. Unfälle gab. Der Raketenantrieb arbeitete mit einem heißen Gemisch aus Wasserstoffsuperoxyd und Methylalkohol; Treibstoffreste konnten bei der geringsten Erschütterung explodieren. Insges. wurden 364 Versuchs- und Serienmuster gebaut.
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