Königsberg, Hauptstadt Ostpreußens mit 372,000 Einwohnern (1940). Lange vom Krieg verschont, war K. am 26.8./27.8. und 29.8./30.8.1944 Ziel brit. Luftangriffe, denen die gesamte Innenstadt mit Dom, Schloß und Speicherbauten zum Opfer fiel. Am 26.1.1945 begann dann die Beschießung der Stadt durch die 3. Weißruss. Front (Tscherniakowski); vom 30.1. an war K. von allen Landverbindungen abgeschnitten. Gegen eine wachsende Übermacht zu Land und in der Luft - 2,500 sowjet. Kampfflugzeuge gegen 150-200 dt. Jäger, die obendrein wegen Spritmangel oft nicht aufsteigen konnten - hielt die zur Festung erklärte wichtigste Handelsmetropole des dt. O bis in den April. Bei einem Angriff am 18.3. kam der sowjet. Front-OB ums Leben und wurde durch Marschall Wassilijewski ersetzt, der Kräfte der 1. Balt. Front zur Verstärkung heranzog. Nach massiver Artillerie- und Luftvorbereitung begann am 4.4. der Sturm auf K. mit 3 Armeen, 538 Pz. und 5,000 Geschützen. Am 9.4. kapitulierten die Verteidiger unter Gen. der Inf. Lasch, der dafür in Abwesenheit zum Tod verurteilt und dessen Familie in Sippenhaft genommen wurde. Nach dem Krieg von der UdSSR annektiert, trägt K. heute den Namen Kaliningrad. - Nach Kriegsende war K. zeitweise Standort von 5 Kriegsgefangenen- Arbeitsbataillonen, die der Uprawlenije 7-445 Georgenburg unterstanden.
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