Kavallerie (Reiterei), zu Pferd operierende Truppe. Bei Kriegsbeginn 1939 gab es in fast allen Heeren K.verbände, deren Kern aus Reiterregimentern bestand. Je nach Fortschritt der Mechanisierung erhielten die K.verbände zusätzl. Kampfkraft und Beweglichkeit durch Panzer- und Pz.spähwagen-Abt. Die Reiter kämpften abgesessen als Inf., in Polen und an der O-Front kam es jedoch gelegentl. noch zu regelrechten Reiterattacken im Stil des 19. Jh. Die stärkste K. besaß die Rote Armee, die mit 4 K.korps und 13 K.div. in den Krieg zog; zahlr. weitere wurden im ersten Kriegshalbjahr aufgestellt. Noch am 4.4.1945 verfügte die UdSSR über 34 K.div. mit eingegliedertem Pz.regiment. In Deutschland gab es in der Reichswehr von 1920-34 drei schwache K.div. (je 5,600 Mann). Sie bestanden aus je 6 Reiterregimentern zu je 4 Eskadronen und einer Ausbildungs-Eskadron sowie einer berittenen Artillerie-Abt. zu 3 Batterien (12 Kanonen). Am 1.9.1939 hatte die Wehrmacht nur noch 1 K.-Brigade, die am 25.10.1939 zur 1. K.div. erweitert (Reiterregimenter 21 und 22 sowie Reiter-Artillerie-Abt. 2) und am 28.11.1941 zur 24. Pz.div. umgegliedert wurde. An der O-Front mit ihren weiten Räumen und auf dem Balkan fand die K. bei Überwachungsaufgaben weiterhin Verwendung. Dort entstanden während des Krieges erneut Reiterverbände, z.T. aus südruss. Reitervölkern. Seit 4.8.1943 wurde die 1. Kosaken-Div. gebildet, der am 2.12.1944 eine 2. Kosaken-Div. folgte. Beide kämpften in Jugoslawien und wurden am 1.2.1945 zum XV. SS-Kosaken-Korps unter Gen.leutnant Helmuth von Pannwitz (16.1.1947 in Moskau hingerichtet) zusammengefaßt.
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