Kaukasus-Offensive, Teil des dt. Angriffsplans 'Blau' im Sommer 1942. Mit Weisung Nr. 1,945 befahl Hitler am 23.7.1942 parallel zum Vorstoß auf Stalingrad den Angriff über Rostow und den W-Kaukasus zur O-Küste des Schwarzen Meeres und zu den Ölfeldern von Baku und Grosny durch die Heeresgruppe A (v. List). Am 26.7. erfolgreich angelaufen (9.8. Einnahme Maikops, 21.8. Hissung der Reichskriegsflagge auf dem Elbrus), geriet der Vormarsch wegen der wachsenden Nachschubschwierigkeiten ins Stocken, was zur Ablösung Lists durch Kleist (22.11.) führte. Wie die 6. Armee in Stalingrad geriet die Heeresgruppe A seit Nov. nach sowjet. Gegenoffensiven in Gefahr, abgeschnitten zu werden. Hitler befahl daher am 28.12. den Rückzug in den Kuban-Brückenkopf, wo die rd. 400,000 Mann sowjet. Kräfte binden sollten, bis das Gros über die Straße von Kertsch auf die Krim in Sicherheit gebracht werden konnte (Unternehmen 'Wiking'). Die K. hatte sich als verlustreicher Fehlschlag erwiesen und außerdem durch Schwächung des Angriffskeils gegen die Wolga maßgebl. zur Katastrophe von Stalingrad beigetragen.
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