Jak, Typenabk. für Flugzeuge des sowjet. Konstrukteurs Alexandr Sergejewitsch Jakowlew (*1.4.1906). Aus seinem auf einmotorige Schul- und Jagdflugzeuge spezialisierten Entwicklungsbüro stammten die Jagdeinsitzer und Jagdbomber der Baureihen J.-1 bis J.-9, von denen bis kurz nach dem Krieg insges. 36,737 Exemplare gebaut wurden. Die Entwürfe in Gemischtbauweise aus Holz, Aluminium und Stoffbespannung waren von vornherein für die Massenfertigung konzipiert, unkompliziert, robust und daher für die Kampfbedingungen im O bessonders geeignet. Viele prominente Jagdflieger mit mehr als 10 Luftsiegen flogen J.-Maschinen, berühmtester war Alexandr Pokryschin mit 59 Abschüssen. Auch das 586. Fliegerregiment (ausschließl. Pilotinnen) sowie das frz. Regiment 'Normandie-Niemen' waren mit J.-Jägern ausgerüstet. Die J.-1, Erstflug 13.1.1940, beeinflußt von der Heinkel He 100, wurde am Revolutionstag (7.11.1940) auf der Moskauer Luftparade öffentl. vorgeführt. Daten: max. 540 km/h mit 1,200-PS- Reihenmotor, Startgewicht 2,820 kg, 20-mm- Motorkanone und 2x7.62-mm-MG, 8,721 Exemplare. Die J.-3 unterschied sich von ihr opt. durch die aufgesetzte Vollsichthaube. Dank aerodynam. Verfeinerungen zeigte sie hervorragende Leistungen beim Luftkampf in Bodennähe und in mittleren Höhen. Kleiner, leichter und wendiger als die Me 109 und die Fw 190, konnte sie ihre Gegner mühelos auskurven. Sie kam als letztes Modell der Reihe zum Fronteinsatz. Daten: max. 648 km/h mit 1,310-PS-Klimow-Reihenmotor, 20-mm- Maschinenkanone und 2x12.7-mm-MG, 4,484 Exemplare. Die J.-7 war als zweisitzige Ableitung der J.-1 zur Schulung von Piloten bestimmt, diente jedoch auch in einer einsitzigen Version als Nachtjäger; 6,399 Exemplare. Zahlenmäßig wichtigstes Modell der Reihe war die J.-9 mit 16,769 Exemplaren. Der Prototyp, eine Weiterentwicklung der J.-7, wurde im Sommer 1942 getestet, die ersten Serienmuster kamen während der Schlacht um Stalingrad zu den neuen Gardefliegerregimentern. Die J.-9 trat als Jagdbomber, Tankzerstörer mit einer 37- bzw. 45-mm-Kanone und als Fotoaufklärer auf; die Langstreckenversion J.-9DD mit 2,200 km Reichweite eskortierte amerikan. Bomberverbände bei Pendelflügen zw. Italien und der Ukraine und unterstützte jugoslaw. Partisanen. Die letzten J.-Jäger kamen gegen Kriegsende in Ganzmetallversionen an die Front, wobei die J.-9P mit einem 1,700-PS- Klimow-Reihenmotor und 698 km/h Höchstgeschwindigkeit den Endpunkt der Entwicklung markierte. Sie war noch in den 50er Jahren bei verschiedenen Luftstreitkräften des Ostblocks zu finden.
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