HS 293, dt. Gleitbombe der Firma Henschel, 1943/1944 neben der Fritz X über dem Mittelmeer und dem Atlantik gegen alliierte Konvois eingesetzt. Die H. wurde im Werk Schönefeld bei Berlin von Prof. Wagner entwickelt für die Bomber Do 217, Fw 200 Condor und He 177 Greif. Der Gefechtskopf mit 550 kg Sprengstoff wurde von einem Walter-Raketenmotor beschleunigt, der 10 Sekunden brannte. Einmal auf die Bahn gebracht, konnte die H. aus bis zu 8,000 m Angriffshöhe über 15 km durch Funkimpulse ins Ziel gelenkt werden; erster Einsatz am 25.8.1943 gegen eine brit. U-Jagdgruppe in der Biskaya. Am 30.9.1943 griffen 11 Do 217 bei 7 Verlusten den Hafen von Ajaccio an, wobei 2 H. am Kai niedergingen, so daß alliierte Funkexperten die Frequenzen des Steuersystems ermitteln konnten. Trotz der folgenden alliierten Störversuche flogen die Fw 200 und die He 177 des KG 40 noch zahlr. Einsätze, die nach hohen Tagesverlusten jedoch in die Nacht verlegt werden mußten. Die Trefferquote lag zw. 31 und 55 %. Abmessungen der H.: 2,90 m Spannweite, 3,40 m Länge,,0,48 m Durchmesser, Fluggewicht 790 kg. Zur Ausschaltung feindl. Funkstörungen wurde 1944 noch eine kleine Serie drahtgesteuerter Hs 293 B entwickelt. Die Lenkbombe Hs 293 D mit Fernsteuerung kam wie die geplante Unterwasserbombe Hs 293 D nicht über das Versuchsstadium hinaus.
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