Hauptverbandplatz, erster Ort, an dem im Felde fachärztl.-chirurg. Hilfe geleistet wurde. Im Bewegungskrieg wurde der H. erst eingerichtet, wenn die Gefechtslage und die Verwundetenzahlen ihn erforderl. machten; beim Beziehen einer Verteidigungsstellung wurde er in der Regel sofort angelegt; seine Entfernung von der Gefechtslinie betrug 6-10 km, um eine möglichst ungestörte Verwundetenversorgung zu gewährleisten. In der kalten Jahreszeit lehnte sich der H. an Gehöfte, Kellergebäude u.ä. an, die eine Unterbringung in Zelten unnötig machten. In den wärmeren Gegenden und Monaten war die Sanitätskompanie mit Verbinde- und Verwundetenzelten ausgerüstet, damit der H. auch im Freien angelegt werden konnte. Für einen geregelten Arbeitsablauf war die Einrichtung von 15 Stationen vorgeschrieben: An- und Abfahrtswege für die von der Front kommenden Fahrzeuge, Ausladeplatz, Empfangsabt., Verbands- und Operationsabt., Abt. für Kampfstoffverletzte (soweit nötig), Warteplatz für marschfähige Verwundete, Abt. für transportfähige und Abt. für nichttransportfähige Verwundete, Platz für Sterbende, Leichenplatz, Feldküche, Parkplatz/Stall für Fahrzeuge/Pferde, Latrinen, An- und Abfahrtswege für Verlegung der Verwundeten nach rückwärts, Befehlsstelle. Die wichtigsten Stationen waren die Empfangsabt. zur Sichtung der Verwundeten (Triage) und die Verband- und Operationsabt. mit 2 Chirurgenteams für unaufschiebbare, lebensrettende Eingriffe.
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