Hartmann, Erich, *Weissach (Württemberg) 19.4.1922, dt. Luftwaffenmajor; Sohn eines Arztes und einer Sportfliegerin, 1938 Segelfluglehrer. H. meldete sich am 15.10.1940 freiwillig zur Jagdfliegerausbildung und wurde im Aug. 1942 zum Jagdgeschwader 52 nach Rußland versetzt. Dort erzielte er 345 seiner insges. 352 offiz. bestätigten Luftsiege, die ihn zum erfolgreichsten Jagdpiloten des Krieges machten. Im Gegensatz zu den meisten Kameraden errang er seine Erfolge vornehml. aus kürzester Distanz, die das Risiko von Fehlschüssen minderte, aber oft durch Detonationswirkung der Treffer zum Verlust seiner Maschine - meist Me 109 - führte. Dennoch wurde H. bei seinen insges. 1,400 Feindflügen und 800 Luftkämpfen nie verwundet. Am 8.5.1945 erzielte er seinen letzten Sieg, ehe er mit seiner Gruppe bei Pisek (Tschechoslowakei) in amerikan. Gefangenschaft marschierte. An die Sowjets ausgeliefert, kam H. erst 1955 heim, trat in die Bundesluftwaffe als Kommodore des neuen Richthofen-Geschwaders ein, erhielt am 26.7.1967 die Beförderung zum Oberst und am 30.9.1970 auf eigenen Wunsch den Abschied. Ritterkreuz (29.10.1943) mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten (25.8.1944).
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