Greim, Robert Ritter von, *Bayreuth 22.6.1892, +Salzburg 24.5.1945, dt. Gen.feldmarschall (28.4.1945); 1912 zur Artillerie, im 1. Weltkrieg 1917 Wechsel zu den Fliegern, Pour le mérite, 1918 Abschied, Jurastudium, Kunstflieger, 1924-27 Luftwaffenberater in China, 1935 als Major zur Luftwaffe. G. war bei Kriegsbeginn nach zahlr. Kommandos Gen.leutnant, führte im Frankreichfeldzug das V. Fliegerkorps und wurde nach dem Sieg im Juni 1940 zum Gen. der Flieger befördert. Im April 1942 übernahm er das Luftwaffenkommando Ost bei der Heeresgruppe Mitte, das im Mai 1943 zur Luftflotte 6 umbenannt wurde, nachdem G. im Febr. 1943 die Ernennung zum Gen.oberst erhalten hatte. Sein Großverband geriet im Juli 1944 in die Katastrophe der Heeresgruppe Mitte, so daß G. schließl. gegen die rd. 7,000 sowjet. Kampfflugzeuge noch 40 Jagdmaschinen aufbieten konnte. Ersatz kam nur sehr zögernd, die Luftflotte 6 konnte daher beim Endkampf nur noch punktuell gegen die vorstoßenden sowjet. Truppen Erfolge erzielen, G. zog bei Beginn der Schlacht um Berlin die Reste der Luftflotte in den Raum München zurück. Am 24.4.1945 befahl ihn Hitler, der Göring wegen Feindkontakten aller Ämter enthoben hatte, nach Berlin, wohin ihn Hanna Reitsch mitten durch sowjet. Flak- und Artilleriefeuer flog. G., der leichte Verletzungen erlitt, wurde zum OB der Luftwaffe ernannt und wieder ausgeflogen, ohne daß er sein neues Amt noch wirkungsvoll ausüben konnte. In Gefangenschaft geraten, nahm er sich aus Furcht vor einer Auslieferung an die Sowjets das Leben.
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