Gomel, sowjet. Stadt im östl. Weißrußland mit 145,000 Einwohnern (1940). Beim raschen dt. Vormarsch im Sommer 1941 auf Smolensk stieß die Pz.gruppe 2 (Guderian) nördl. G. vorbei. Gegen ihre langgedehnten Flanken setzte die sowjet. Westfront (Timoschenko) 20 neue im Raum G. aufgestellte Div. der 21. Armee (Jefremow) und der 5. Armee (Potapow) an. Doch brachte die dt. 4. Pz.div. (Langermann) allein den Angriff zum Stehen, so daß die dt. 2. Armee (v. Weichs) mit der Pz.gruppe 2 nach Abschluß der Kesselschlacht von Smolensk nach S eindrehen, die sowjet. Kräfte im Rücken fassen und vom 9.8.-24.8. ausschalten konnte: 78,000 Gefangene, 144 Pz. und 700 Geschütze wurden erbeutet. - Im Okt. geriet G. erneut ins Krieggeschehen, als die sowjet. 1. Weißruss. Front (Rokossowski) am 16. den Dnjepr überschritt und am 10.11. mit den Armeen 48, 65 und 61 aus dem Brückenkopf Lojew heraus die Front der dt. 2. Armee (Weiss) südwestl. der Stadt durchbrach. Am 26.11. war G. nach erbitterten Straßenkämpfen wieder in sowjet. Hand. - Wenig später wurde hier die Uprawlenije 7-189 gegründet, die 1944 der Lagergruppe 7-056 in Bobruisk unterstellt wurde. Über Belegung und Leben im Lager G. sind nur wenige Einzelheiten bekannt, u.a. starben von Juli 1944 bis Ende Okt. 1944 etwa 200 dt. Gefangene an Unterernährung und Mangelerkrankungen.
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