Gesperrte Einheiten, Bezeichnung für Verbände und Dienststellen der dt. Wehrmacht, die von den sowjet. Behörden der Begehung von oder Teinahme an Kriegsverbrechen verdächtigt wurden. Angehörige der G., die in russ. Gefangenschaft gerieten, konnten während der Ermittlungen nicht entlassen werden. Davon waren mindestens betroffen: 1 Armeeoberkommando, 3 AK, 85 Inf.div., 3 Jäger-Div., 2 Gebirgsjäger-Div., 18 Panzer- bzw. Pz.grenadierdiv., 10 Namens-Div., 5 Div. der Luftwaffe und 29 der Waffen-SS. Hinzu kamen noch Einheiten und Dienststellen der Polizei, des SD, der Feldgendarmerie und der Geheimen Feldpolizei. Erst 1948 begannen die sowjet. Ermittlungen, die schließl. zur Verurteilung von rd. 50,000 dt. Soldaten und Angehörigen der Besatzungsbehörden führten. Nur ein Teil wurde jedoch in der UdSSR zurückgehalten. Nach einer Meldung der sowjet. Nachrichtenagentur TASS vom 5.5.1950 verblieben nur 13,515 Verurteilte aus den G. in der Sowjetunion. Auch sie wurden nach und nach amnestiert und kamen zur Entlassung. Der letzte Sammeltransport traf im Jan. 1956 in Bundesrepublik ein, es folgten noch im selben Jahr 749 Nichtamnestierte, die vorübergehend im DDR-Zuchthaus Bautzen festgehalten worden waren.
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