Gespensterdivision, Spitzname der dt. 7. Pz.div., den sie sich im Frankreichfeldzug durch ihren raschen Vormarsch und das unvermutete Auftauchen erworben hatte. Sie wurde am 18.10.1939 aus der 2. leichten Div. (Friedensstandort Gera) gebildet und umfaßte das Pz.regiment 25, die Schützenregimenter 6 und 7 (später Pz.grenadierregimenter) und neben den übl. Div.truppen das Artillerieregiment 78. Von Dez. 1939 bis zum Beginn der Kämpfe im W lag die 'G.' in der Eifel und nahm dann unter Rommel, der sie seit 10.2.1940 führte, am Frankreichfeldzug teil. Am 15.5. setzte sie über die Maas bei Dinant (Belgien), stand am 21.5. südl. Arras und erreichte am 10.6. den Kanal bei Dieppe. In der Schlacht um Frkr. legte die 'G.' am 16.6. rd. 150 und am 17.6. fast 300 km zurück und besetzte am 18.6. den frz. Kriegshafen Cherbourg. Insges. brachte sie 97,000 Gefangene ein und verlor in den Kämpfen 42 Pz. Bis zum Jan. 1941 blieb sie als Besatzungstruppe in Frkr., verlegte im Febr. 1941 in die Heimatgarnison und trat am 22.6.1941 bei der Heeresgruppe Mitte zum Kampf gegen die UdSSR an. Am 24.6.1941 eroberte sie Wilna und kämpfte in den folgenden Wochen bei Smolensk, Wjasma, Klin und Rshew. Im Juni 1942 verlegte die 'G.' wieder nach Frkr. und nahm seit 27.11.1942 am Unternehmen 'Lila' gegen Toulon teil. Im Jan. 1943 erneut in den O verlegt, kämpfte sie bei Isjum, im Mai 1943 in der Schlacht um Charkow und im Juli beim Unternehmen 'Zitadelle' am Kursker Bogen bei Belgorod. 1944 war sie bei Shitomir (Jan./Febr.), Tarnopol (März), Kamenetz-Podolsk (April), Brody (Mai/Juni), Minsk (Juli) und von August an in Litauen und Kurland eingesetzt. Nach Kämpfen am Narew und in W-Preußen (Jan. bis März 1945) mußte sich die Div. auf die Halbinsel Hela zurückziehen, von wo nur Teile über See gerettet werden konnten. Diese Reste gerieten bei Schwerin und Hagenow in brit., das Gros auf Hela am 9.5.1945 in sowjet. Gefangenschaft. - Kommandeure: Stumpff bis 10.2.1940, Rommel bis 12.2.1941, Gen.major Hans v. Funck bis 19.8.1943, Manteuffel bis 19.1.1944, Gen.major Harald Schulz bis 28.1.1944 (gefallen) und Gen.major Karl Maus.
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