Frank Hans (Hans Frank), *Karlsruhe 23.5.1900, +Nürnberg 16.10.1946 (hingerichtet), dt. Politiker; Jurist, Kriegsfreiwilliger 1918, Freikorps-Mitglied, Okt. 23 zur NSDAP, 1928 Gründer des Nat.-soz. Rechtswahrerbunds, 1930 Reichstagsabgeordneter, 1933/1934 bayer. Justizmin., 1934 Reichsmin. ohne Geschäftsbereich. F. wurde nach dem Polenfeldzug Gen.gouverneur im nicht dem Reich einverleibten Teil des besiegten Landes, residierte in der Krakauer Burg und machte sich durch brutale Verfolgung der poln. Führungsschicht und Ausplünderung seines Herrschaftsbereichs verhaßt; über 1 Mio. Zwangsarbeiter ließ er für die dt. Rüstungsindustrie rekrutieren. 1942 deutete sich eine Wandlung an, als er in Reden an dt. Universitäten die Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit anmahnte. Er wurde daraufhin aller Parteiämter enthoben, blieb aber Gen.gouverneur und änderte auch seinen Herrschaftsstil nicht mehr. Bei Kriegsende in den W geflohen, wurde F. am 6.5.1945 von US-Truppen verhaftet und in Nürnberg angeklagt; in der Haft konvertierte er zum Katholizismus. Seine 38 Diensttagebücher, die er dem Gericht zur Verfügung stellte, wurden Grundlage des Todesurteils am 1.10.1946. - Memoiren: 'Im Angesicht des Galgens' (postum 1953).
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