Fliegender Bleistift, Beiname des dt. mittleren Bombers und Fernaufklärers Dornier Do 17. Der zivilie Prototyp des F. war für den Postdienst der Lufthansa bestimmt, Erstflug Herbst 1934, 1935 Umbau zum Schnellbomber. Der grazile Hochdecker erregte 1937 beim internat. Flugmeeting in Zürich Aufsehen, weil er den besten ausländ. Jagdeinsitzern davonflog. Die ersten Serienmuster kamen 1937/1938 zu den Kampfgeschwadern, Jugoslawien baute den Typ in Lizenz nach. Eine zweite Serie wurde als Fernaufklärer aufgelegt. Beide Versionen wurden im Span. Bürgerkrieg bei der Legion Condor erprobt. Bei der letzten Standardserie Do 17 Z (seit 1939) wurde der glatt verglaste Rumpfbug durch einen eckigen, nach unten ausgebuchteten 'Gefechtskopf' mit einem vierten MG-Stand ersetzt: 2x1,000-PS-Bramo- Sternmotoren, max. 425 km/h, bis zu 8x7.92-mm- MG und 1,000 kg Bombenzuladung, 4 Mann Besatzung. Rd. 350 F. verteilten sich bei Kriegsbeginn auf 4 Kampfgeschwader, dazu kamen noch 213 bei den Aufklärungsgruppen. Durch ihre guten Tiefflugeigenschaften bewährte sich die Maschine in Polen und Frkr., hatte aber beim Tageseinsatz über England wachsende Verluste. Die Fertigung der Z-Serie wurde Ende 1940 nach 500 Exemplaren zugunsten der Dornier Do 217 eingestellt. Beim Rußlandfeldzug spielten der F. im Verleich zur He 111 oder Ju 88 nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine kleine Serie wurde als Do 17 Kauz mit einem gepanzerten Waffenbug für die Fernnachtjagd über England gebaut; eine verbesserte, ursprüngl. zum Export nach Schweden bestimmte Variante mit 2x1,075-PS-DB 601-Reihenmotoren trug die Typennummer Do 215 und wurde in insges. 101 Stück gebaut.
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