Feldlazarett, im Sanitätswesen der Wehrmacht Pflegeeinrichtung auf Div.ebene. Im F. wurden die für Kranke und Verwundete notwendigen Behandlungen unter krankenhausähnl. Bedingungen durchgeführt, auch schwierige chirurg. Eingriffe, z.B. nach Bauchschüssen, waren hier mögl.; grundsätzl wurde im F. all das aufgearbeitet, was die in Frontnähe arbeitenden Sanitätskompanien nicht leisten konnten. Man unterscheidet F., die durch Pferdebespannung mobil gemacht, und solche, die vollmotorisiert waren. Beide entsprachen sich in Gliederung (Gruppe Führer, 1. und 2 Zug) wie personeller Stärke (76 Mann). Unter den Sanitätsoffizieren befanden sich mindestens 2 Chirurgen und 1 Facharzt für Innere Krankheiten, dazu kamen 1 Zahnarzt und 1 Apotheker. Das F. lag 15-20 km hinter der Front und sollte, wenn irgend möglich, in festen Gebäuden (Schulen, Krankenhäuser u.a.) eingerichtet werden. Es verfügte meist über folgende Stationen: Aufnahme, Operations-, Verband-, Röntgen- und Apothekerraum. Dazu kam der Küchen- und Vorratsbereich sowie ein Leichenraum. Sanitäts- und Wirtschaftsgüter wurden aus einem Sanitätspark nachgeführt. Das F. war für die Aufnahme von 200 Patienten ausgerüstet. Mußte es der Div. auf dem Vormarsch folgen, so wurden die Verwundeten entweder in ein rückwärtiges Kriegslazarett der Armee abgeschoben, oder ein Kriegslazarett löste das F. vor Ort ab.
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