Eisenhower, Dwight David, *Denison (Texas) 14.10.1890, +Washington 28.3.1969, amerikan. Fünf-Sterne-General (Dez. 1944) und Politiker; 1911 Militärakademie Westpoint, im 1. Weltkrieg Leiter eines Ausbildungslagers und 1917/1918 im Generalstab, danach verschiedene Stabsaufgaben und Auslandsaufenthalte (u.a. 1922/1924 Panama), 1933 Stabschef MacArthurs und mit ihm 1935/1940 auf den Philippinen. E. wurde am 16.2.1941 als Brigadegen. Chef der Operationsabt. im Generalstab des Heeres und war damit maßgebl. an den Planungen zum Eingreifen der USA in den europ. Krieg beteiligt. Am 25.6.1942 zum OB der US-Truppen in Europa ernannt, wurde die Landung alliierter Truppen in N-Afrika ('Torch') unter seinem Kommando die erste Aufgabe. Obwohl er eine Invasion möglichst weit östl. bevorzugte, mußte er Marokko in die Landungspläne einbeziehen, weil man befürchtete, Spanien könne auf dt. Seite in den Krieg eintreten. Außerdem sollte ganz frz. N-Afrika der Vichy-Reg. entrissen werden, was nach anfängl. erbittertem Widerstand gelang. E., der hier erstmals Kampftruppen führte, gewann in Tunesien nach erhebl. Verlusten wertvolle Erfahrungen und konnte am 13.5.1943 die Kapitulation der dt.-italien. Heeresgruppe Afrika entgegennehmen. Nach der Landung in Sizilien (10.7.1943) und auf dem italien. Festland (3.9.1943) vertrat er gegen brit. Forderungen nach einem Vorstoß über die Alpen Roosevelts Linie der Errichtung einer Zweiten Front in Frkr.; Italien war in diesem Konzept nur Nebenkriegsschauplatz. Seit 24.12.1943 OB aller alliierten Truppen in Europa leitete E. die Vorbereitungen für eine Invasion in der Normandie ('Overlord'). Seine Strategie setzte dabei, wie später immer deutlicher, auf massive Materialüberlegenheit und Erringung absoluter Luftherrschaft über dem Kampfraum. Dazu war die Gewinnung von Häfen erforderl. und damit ein küstennaher Vormarsch Richtung Belgien und Niederlande sowie die flankierende Landung in S-Frkr. ('Dragoon'). Der Vormarsch blieb daher nach dem 6.6.1944 zunächst weit hinter Plan zurück, doch auch die Verluste erreichten nicht das befürchtete Ausmaß. Auch das Drängen seines brit. Stellv. Montgomery konnte E. nicht zu schärferem Tempo bewegen. Das Scheitern des Sprungs über den Rhein bei Arnheim Ende Sept. 1944 bestätigte seine Analyse. Mit den frz. Verbündeten gab es ebenfalls Reibungen, denn de Gaulle wehrte sich entschieden gegen die geplante Errichtung einer Militärverwaltung im befreiten Frkr. und bestand auf der militär. überflüssigen Beteiligung frz. Einheiten bei der Einnahme von Paris (25.8.1944). Noch einmal zurückgeworfen durch die Ardennenoffensive, konnte E. Anfang 1945 die Reichsgrenze in breiter Front überschreiten und am 9.3.1945 über die Brücke von Remagen den Rheinübergang erzwingen. Gegen eindringl. brit. Vorstellungen verzichtete er auf die mögl. Einnahme Berlins zugunsten der Roten Armee, ließ seine Verbände an der Elbe und der Linie Dessau - Chemnitz - Pilsen halten und stieß nach S vor, da Gerüchte über eine nat.-soz. Alpenfestung aufgetaucht waren. Angesichts der ständigen sowjet. Befürchtungen über eine dt.-angloamerikan. Verständigung in letzter Minute lehnte E. auch eine von der Reg. Dönitz gewünschte dt. Teilkapitulation ab und beharrte auf der bedingungslosen Kapitulation, die u.a. Gen.oberst Jodl am 7.5.1945 in E.s Hauptquartier in Reims unterschrieb. Bis Nov. 1945 OB der US-Truppen in Deutschland, verordnete E. ein striktes, allerdings zunehmend unbeachtetes 'Fraternisierungsverbot'. Danach kehrte er als Generalstabschef der amerikan. Streitkräfte in die USA zurück, war 1950/1952 OB der NATO und 1953/1961 der 34. Präs. der Vereinigten Staaten. Kriegserinnerungen 'Kreuzzug in Europa' (1948).
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