Do 217, Typenabk. des dt. zweimotorigen schweren Kampfflugzeugs der Firma Dornier, Erstflug Aug. 1938. Die D., eine vergrößerte Weiterentwicklung der Do 17 'Fliegender Bleistift' für bis zu 4,000 kg Bombenzuladung und 2,100 km Reichweite, war der erste neue Bomber der Luftwaffe nach Kriegsbeginn. Sie wurde seit Ende 1940 auch als Aufklärer, Lenkwaffenträger und Nachtjäger v.a. im W und im Mittelmeerraum eingesetzt. Das KG 2 ('Holzhammer') in Holland und Frkr. war für seine nächtl. 'Vergeltungs'-Angriffe gegen England ausschließl. mit der D. ausgrüstet, das KG 100 spezialisierte sich mit seinen D. vornehml. auf Schiffsziele; es setzte dabei seit Sommer 1943 erstmals ferngesteuerte Gleitbomben Hs 293 oder Fritz X ein, denen u.a. das italien. Schlachtschiff Roma am 9.9.1943 zum Opfer fiel. Die beiden modernsten Bauserien K, ausgerüstet mit 2x1,800-PS-BMW 801-Doppelsternmotoren, und M, angetrieben von 2x1,750-PS-DB 603A-Reihenmotoren, mit einem vollverglasten, abgerundeten Rumpfbug kamen Ende 1942 an die Front: max. 515 bzw. 525 km/h, 1x15-mm-, 2x13-mm- und 3x7.92-mm-MG als bewegl. Abwehrbewaffnung, 4 Mann Besatzung. 362 Maschinen wurden mit der Typenbez. J bzw. N mit 4x20-mm-Kanonen und 4x7.92-mm-MG im Rumpfbug zu Nachtjägern umgerüstet, als sich Engpässe bei der Lieferung der Me 110 ergaben. Diese D.-Versionen erwiesen sich als zu schwerfällig für den Luftkampf und wurden daher vornehml. im Ausbildungsbetrieb eingesetzt; einige Nachtjäger gingen an die Regia Aeronautica. Die Produktion erreichte 1942/1943 einen Höhepunkt; die letzten der insges. 1,887 D. wurden im Mai 1944 von der Luftwaffe abgenommen.
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